Das Honorarkonsulat

Soziales Engagement

Am 25. März 1999 wurde das Honorarkonsulat der Russischen Föderation in Nürnberg offiziell eröffnet. Das „Ehren“-Konsulat versteht sich in erster Linie als Mittler zwischen Russland und der bayerischen Wirtschaft. Doch Konsul Nikolaus Knauf liegt auch ein umfassendes und kontinuierliches soziales Engagement in Russland sehr am Herzen. Dieses beginnt bei seinen Mitarbeitern in seinen russischen Betrieben. Aber auch Hilfsbedürftige in der Umgebung der Firmenniederlassungen wie Waisenhäuser, Kindergärten, Hilfsfonds für behinderte Kinder, Kliniken, Veteranenheime oder einzelne Not leidende Menschen können auf seine Hilfe zählen.

Nachfolgend einige Projekte:

Ein Kinderkrankenhaus in Kolpino im Leningrader Gebiet erhält seit vielen Jahren regelmäßig Baumaterialien zur Renovierung des Gebäudes und finanzielle Mittel zum Erwerb von medizinischem Gerät für die Traumatologie-Abteilung und die Neugeborenen-Station. Seit 2009 wird darüber hinaus das erste Kinderhospiz Russlands in St. Petersburg bei der Modernisierung und der Einrichtung eines Reanimationsraumes unterstützt.

Die Kinderstation eines Krankenhauses im Moskauer Gebiet erhielt vom Honorarkonsulat im Jahr 2003 einen tragbaren Elektrokardiographen. Das Gerät wurde mit den Spenden finanziert, die im Rahmen des vom Honorarkonsulat organisierten und finanzierten "Missa Mystica" Konzertes des Moskauer Kathedralchors in Nürnberg eingenommen wurden.

Im größten Veteranenheim Moskaus werden über 800 Veteranen betreut. Auch diese Einrichtung erhält kontinuierlich die dringend benötigte Unterstützung. Im Jahr 1997 nahm das Unternehmen KNAUF vom Bundesverband der Deutschen Wirtschaft und vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft den ersten Preis "für herausragende unternehmerische Leistungen in Mittel- und Osteuropa" in Form einer Stiftung in Höhe von 50.000 DM entgegen. Diesen Betrag stellte KNAUF den Moskauer Senioren in voller Höhe zur Verfügung.

Das Sozialzentrum der Augsburger Malteser in Moskau wurde im Juli 2002 vom damaligen Bayerischen Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu und dem Moskauer Bürgermeister Yurij Luschkov eröffnet. Im Sozialzentrum werden bettlägerige, unter dem Existenzminimum lebende ältere Menschen, bedürftige Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche sowie blinde Menschen mit warmen Mahlzeiten, Kleidungsstücken und Lebensmitteln kostenlos versorgt. In den vergangenen Jahren erhielt das Sozialzentrum in Moskau vom Honorarkonsulat entsprechende Mittel für die Kinder- und Jugendbetreuung. Den Heranwachsenden aus bedürftigem Umfeld kann damit ein Lern- und Freizeitprogramm mit der dringend notwendigen sozialen und medizinischen Betreuung geboten werden. Konsul Knauf veranlasste 2005 die Übergabe eines PKW-Kombi an das Sozialzentrum und sicherte damit die Mobilität der Einrichtung, die den Straßenkindern, Veteranen, Blinden und Bedürftigen zugute kommt.

In außergewöhnlichen Situationen, beispielsweise bei Naturkatastrophen in Russland setzt sich das Honorarkonsulat für russische Bürger ein. Im Sommer 2002 forderte Konsul Nikolaus Knauf seine Mitarbeiter in Südrussland auf, in den akut betroffenen Hochwassergebieten in Lensk und Krasnodar sofortige Hilfe zu leisten. Mehr als 90 Menschen ertranken damals in den Fluten, 300.000 Menschen kamen zu Schaden und 40.000 Häuser wurden zerstört. Das Wasser brachte über 1.000 Familien den Ruin. Konsul Knauf unterstützte die Opfer in den Katastrophengebieten mit einer umfangreichen Spendenmaßnahme.

Auch für die Leidtragenden des weltweiten Terrors setzte er sich 2004 in Beslan ein. Die Opfer der Brandkatastrophe des Sommers 2010 im Gebiet Nischnij Novgorod erhielten Ende 2010 die Schlüssel von zwölf neuen Häusern, die auf Veranlassung von Konsul Nikolaus Knauf als Hilfsmaßnahme in nur 44 Tagen errichtet worden waren. Sie sollen dort eine neue Heimat finden, um wieder ein neues und glückliches Leben führen zu können.

Nürnberg: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums seines Honorarkonsulates in Nürnberg schenkte Konsul Nikolaus Knauf dem Russisch-Deutschen Kulturzentrum (RDK) e.V. in Nürnberg für Schulungs- und Fortbildungszwecke zwölf Computer-Arbeitsplätze.
Das Zentrum bietet 120 Kurse für über 1.000 Menschen, darunter auch Deutschförderkurse für Kinder ab zwei Jahren, Russischkurse für Kinder und Erwachsene sowie schulvorbereitende und fördernde Kurse für Kleinkinder. An den PCs werden sich Erwachsene künftig zusätzlich qualifizieren können und so ihre berufliche Integration erleichtern. Darüber hinaus sollen Kinder und Jugendliche dort lernen, mit Computern sinnvoll umzugehen. Auch im Rahmen des Jahres der russischen Kultur in Deutschland 2012 erhielt das RDK eine Spende. Weitere Zuwendungen zur besseren Ausstattung des Zentrums folgten seitdem jedes Jahr. Damit honorierte Konsul Knauf die integrative Bildungsarbeit des von der Putin-Stiftung „Russkij Mir“ ausgezeichneten „Zentrums zur Förderung der russischen Sprache und Kultur“. Im Konsularbezirk Nordbayern leben immerhin knapp 15.000 russische Staatsbürger.

Seit 2001 folgten sechs russische Chöre, das Petersburger Streichquartett mit Sopranistin Elena Ejeleva und der beste Jazzpianist Russlands Daniil Kramer der Einladung von Konsul Nikolaus Knauf nach Franken. Die international gastierenden Musiker begeisterten das Publikum in Würzburg und in Nürnberg mit 13 Benefizkonzerten. Die Spendenerlöse der Konzerte wurden auf Wunsch von Konsul Knauf zugunsten humanitärer Projekten in Russland, für russische Nachwuchs-Chöre sowie für integrative Einrichtungen in Nordbayern eingesetzt.

Historie der Benefizkonzerte:

  • Januar 2001 – Petersburger Streichquartett mit Sopranistin Elena Ejeleva,
  • November 2002 - Moskauer Kathedralchor mit dem Programm Missa Mystica in der Reformations-Gedächtnis-Kirche Nürnberg und im St. Kiliansdom Würzburg
  • Januar 2010- Staatlicher Akademischer Kosakenchor aus dem Kuban in Nürnberg und in der Evang.-Luth. St. Johanniskirche Würzburg
  • Oktober 2013 Chor des Moskauer Sretenskij Klosters in Nürnberg und im St. Kiliansdom Würzburg
  • März 2014 Moskauer Knabenchor Debut in der Evang.-Luth. Nikodemuskirche Nürnberg
  • Dezember 2015 Don Koskaken Chor Russland mit dem Programm „Russische Weihnacht“ in Nürnberg
  • März 2016 Moskauer Kathedralchor mit „Missa Mystica“ in Nürnberg und St. Kiliansdom Würzburg
  • November 2016 „JAZZ trifft KLASSIK“ mit dem besten russischen Jazzpianisten, Daniil Kramer mit Ensemble & New Russian Quartet in Würzburg und Nürnberg